Vom Südkurier erhielten wir die Bitte, anläßlich von 5 Jahren Neue Mitte Salem Anfang Mai 5 Fragen dazu zu beantworten. Hier die Fragen und unsere Antworten darauf:

 

Fragen zu fünf Jahren Neue Mitte

 

1. Wie zufrieden ist Ihre Fraktion mit der Entwicklung, die das Großprojekt Neue Mitte von der ersten Bürgerwerkstatt im Jahr 2013 bis heute genommen hat?
Grundsätzlich sehr zufrieden. Die Neue Mitte ist nach unserer Meinung ein sehr gelungener Kompromiss aus vielen Beiträgen und Meinungen unserer Bürger.

2. Gefällt Ihnen etwas an der Neuen Mitte besonders gut?
Es fällt nichts wirklich nach oben oder unten heraus. Jung und Alt, Freizeit und Gewerbe, Kunde und Verkäufer, alles kommt zusammen. Alles zusammen ist besonders gut.

3. Finden Sie, dass sich die Bürger Salems genügend in den einzelnen Vorhaben wiederfinden? Haben zum Beispiel Freizeit und Jugend genügend Platz in der Neuen Mitte?
Freizeit: Schlosssee und Bürgerpark dienen ausschließlich der Freizeit. Bewegungsparcours und Dirttrack für Montain-Bike kommen. So viel Angebot gab es noch nie vorher in Salem.
Jugend: Wir, die SDP-Fraktion, haben immer
gefordert, dass die Jugend in die Mitte soll. Wir haben erreicht, dass die Jugendeinrichtungen in das Erdgeschoss unmittelbar am Bürgerpark kommen. Also in die Mitte der neuen Mitte.

4. Was halten Sie von der Wohnbebauung? Werden es sich die Salemer leisten können, in der Neuen Mitte zu leben?
Nach unseren Rückmeldungen sind die Investoren mit dem Verkauf zufrieden und danach wurde bisher überwiegend an Salemer verkauft. Mietpreisgebundener Wohnraum ist vertraglich abgesichert und wird ebenfalls entstehen.

5. Sehen Sie Bedarf, an manchen Stellen der Neuen Mitte nachzujustieren? Wenn ja, wo? Gibt es Punkte, denen bislang zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde?
Nichts außer den Entscheidungen, die sich ganz natürlich im Projektfortschritt neu ergeben.

6. Anstatt eines Hotels wird ein Drogeriemarkt entstehen. Wird ein Hotel der Neuen Mitte Ihrer Meinung nach fehlen, oder profitiert die Region eher von einem Drogeriemarkt?
Ein Hotel wäre schön gewesen. Wir glauben auch nach wie vor an das Potenzial. Wenn wir Zimmer für Gäste suchen ist meistens "Alles belegt!" Aber es braucht eben einen, der das Geschäft betreiben will. Den haben wir bis heute nicht gefunden.
Der Drogeriemarkt ist kein Lückenfüller, sondern ebenfalls Bedarf. Es verbessert eindeutig die Versorgung unsrer Bürger. Salem hatte mal 2 davon. Heute müssen die Salemer mit dem Auto fahren, um in einem Drogeriemarkt zu kaufen.

7. Sie Sie momentan mit dem, was im Bereich Einzelhandel vorgesehen ist, im Allgemeinen zufrieden?
Die wirklich wichtigen Einzelhandelsthemen sind heute bereits abgedeckt. Wir sind zuversichtlich, dass sich die noch vorhandenen freien Gewerbeflächen nutzbringend füllen werden.

8. Wie beurteilen Sie die preisliche Entwicklung der Neuen Mitte?
Liegt voll im Bereich der allgemeinen Baupreisentwicklung, das beweist eine sehr richtige Kostenplanung seit dem Beginn.

9. Mehrfach wurde die Aussage geäußert, dass die Neue Mitte einen städtischen Charakter entwickelt. Im Raum steht außerdem die Frage, ob Salem zum Unterzentrum hochgestuft wird. Entspricht diese urbane Entwicklung den elf Teilorten?
Nicht die Weiterentwicklung der Neuen Mitte ist wichtig, sondern es muss der Rückentwicklung der Teilorte begegnet werden. Einzelhandel ist in dem meisten jetzt schon abgestorben. Das ist nicht urban, sondern ganz schlecht. Durch die Neue Mitte wird es Einzelhandel mit genügend Kundschaft geben. Das ist nicht urban, sondern gut für unsere Bürger.
Ohne eine richtige Einstufung in der Regionalplanung gibt es weniger Linien und Haltestellen im ÖPNV, keine Genehmigungen für Handel, Gewerbe, Schulen etc. Unser Streben gilt einer Aufwertung Salems, eine Abwertung würde unseren Bürgern wichtige Infrastruktur nehmen.

 

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